Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 100,5 cm B: 81 cm
Datierung
Inventarnummer
KMV 1947-48/17
Willi Baumeister (1889 – 1955), Schüler von Adolf Hölzel, orientierte sich in den zwanziger Jahren am französischen Kubismus und Purismus. 1931 wurde er Mitglied der Pariser Künstler:innenvereinigung „Abstraction-Création“. 1933 verlor er sein Amt als Lehrer für Typographie an der Frankfurter Städelschule und erhielt als „entarteter Künstler“ Malverbot. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er zusammen mit Oskar Schlemmer und Franz Krause in der Wuppertaler Lackfabrik von Kurt Herberts. Durch den Nationalsozialismus in die Isolation gezwungen, galt sein Interesse in dieser Zeit den Themen und Formen früher Kulturen. Inspiriert von Kalligraphien und Hieroglyphen, erfand er damals allgemeinverständliche Bildzeichen für die menschliche Figur, für die Urkräfte der Natur, für Bewegung und Wachstum des Lebendigen. Seit seinen frühen „Mauerbildern“, Reliefs mit geometrischen Figuren, malte Baumeister Bildserien, denen er Phantasienamen gab. Die Werkgruppe der Eidos-Bilder, die mit ihren Vorstufen bis 1936 zurückreicht und 1941 abgeschlossen wurde, umfasst rund 35 Gemälde. Das Wuppertaler Bild gehört zu einer Serie, die 1938/39 entstand und von Baumeister mit den römischen Zahlen I bis VII nummeriert wurde. Von "Eidos IV" existieren außer dem Wuppertaler Bild drei weitere Fassungen.
Mehr zu diesem Werk
Signatur, Bezeichnung
u. r.: Baumeister; a. d. RS: Baumeister 39
a. d. KR: EIDOS IV
Bildrechte
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Reproduktion und Creditline
Creditline
Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal