Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 55,5 cm B: 53,5 cm
Datierung
Inventarnummer
G 1202
Nach mehrjährigem Aufenthalt in Italien, vornehmlich in Rom und Neapel, wo Christian Schad sich mit der Porträtmalerei der Renaissance auseinandersetzte, zog er 1929 nach Berlin, in die damalige Kunstmetropole. In der stimulierenden Atmosphäre einer modernen Großstadt entstanden seine bedeutendsten Porträts. Die kühle Ausstrahlung vor allem seiner weiblichen Bildnisse, gepaart mit psychologischer Durchdringung und einer makellosen Oberfläche, wurde zu seinem Markenzeichen; seine Frauenbilder zum Schönheitsideal einer gesamten Epoche. In dem Gemälde „Halbakt“ malte Schad seine damalige Lebensgefährtin Maria Spangemacher, genannt Maika. Er präsentierte sie im Ambiente eines Pariser Hotelzimmers am Boulevard Raspail als liegenden, nur mit einer rot-weißen Kette bekleideten Akt. In eleganter Pose mit hinter den Kopf gelegtem Arm erträgt die Edelkomparsin der Tobis-Filmgesellschaft die Blicke der Betrachtenden mit einer professionell zur Schau gestellten Gelassenheit. In detail-genauer Präzision ist nahezu jede Ader erfasst. Schads Virtuosität erreichte hier einen Höhepunkt und hat maßgeblich zur treffenden Charakterisierung seines Malstils als „schneidend scharf“ beigetragen. Schad malte das Bild ohne Vorzeichnung nach einer Fotografie des Modells.
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Signatur, Bezeichnung
r.: Schad 29
Bildrechte
© VG Bild-Kunst, Bonn 2024; © Christian Schad Stiftung Aschaffenburg
Erwerbungsgeschichte

1929-1964: Christian Schad | [....]-28.02.1968: Galerie Brockstedt, Hamburg | 28.02.1968-heute: Von der Heydt-Museum, Wuppertal; Ankauf von der Galerie Brockstedt, Hamburg, 1968 (Stand: 19.01.2023)

Reproduktion und Creditline
Creditline
Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal