Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 51 cm B: 60 cm
Datierung
Inventarnummer
G 1158
Gustave Courbet (1819-1877) wandte sich in seiner Malerei gegen die idealisierenden Tendenzen in der Kunst des Klassizismus und der Romantik. Sein Ideal war die „vraie vérité“, die unbedingte Wahrheit. Die reine Naturwiedergabe gilt in besonderem Maße für seine Landschaftsmalerei aus der Zeit in Ornans bei Besanon, seiner Heimat. 1859 konnte er in der Gegend von Ornans ein Stück Land erwerben, das ihm in den kommenden Jahren immer wieder als Rückzugsort diente und ihn zu vielen Landschaften inspirierte. Auch für das Wuppertaler Winterbild wählte er ein Motiv aus der Gegend des heimatlichen französischen Juragebirges. Der enge Naturausschnitt des Bildes wird von den beiden Felsblöcken beherrscht, die in ihrer Blockhaftigkeit die verzweigten Äste wirkungsvoll rahmen. Die farbige Akzentuierung mit Rostrot, Türkis und Gelb vor dem für einen Maler schwer darstellbaren Weiß des Schnees und der Farbauftrag waren für Courbet künstlerisch weitaus interessanter als die Darstellung bestimmter Einzelheiten. Von der dunkel grundierten Leinwand ausgehend, trug er mit einem Spachtel die Farbe in mehreren Schichten auf. Der Materialcharakter des schroffen Juragesteins, des festgefrorenen Schnees und des in der Kälte spröde gewordenen Laubs wird so sinnlich spürbar.
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Signatur, Bezeichnung
u. l.: G. Courbet.
Reproduktion und Creditline
Creditline
Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal