Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 70,5 cm B: 100,5 cm
Datierung
Inventarnummer
G 1046
Um 1870 entdeckte Edgar Degas die Welt des Tanzes. Das Ballett wurde wie der Pferdesport und die Frauen bei der Toilette zu einem zentralen Thema seiner Kunst, das er in allen Medien, in Malerei, Zeichnung, Druckgraphik und Skulptur, umkreiste. Trotz fulminanter Beherrschung jedes dieser Verfahren bevorzugte Degas für seine Ballettbilder das Pastell: In der weichen, pudrigen Konsistenz der Pastellkreide fand er ein adäquates Ausdrucksmittel, um die anmutigen, grazilen Bewegungen, die duftigen Kostüme der jungen Tänzerinnen und die magische Beleuchtung der Bühne bildhaft umzusetzen. Seine Modelle waren dabei weniger die Stars der Pariser Ballettbühnen, als vielmehr die Elevinnen, die „petits rats“, deren tägliche Übungen an der Stange, aber auch deren gewöhnliche Handgriffe, wie das Binden eines Ballettschuhs oder das Zurechtrücken eines Kostüms, ihn faszinierten Die Wuppertaler Pastell „Tänzerinnen“ gehört zu Degas’ späten Fassungen, bei denen er sich in erster Linie für die Form, den Umriss und die Binnenzeichnung der Figuren interessierte. Hinzu kamen ab 1890 eine radikale Formvereinfachung, der Mut zur Unvollständigkeit und eine Intensivierung der Farben, die hier durch den kühnen Kontrast von Rostrot und Türkis wunderbar zum Ausdruck kommt.
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Signatur, Bezeichnung
r. u.: Degas (vielleicht Faksimile-Stempel)
Reproduktion und Creditline
Creditline
Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal