Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 58 cm B: 71 cm
Datierung
Inventarnummer
G 0883
Der Künstler Paul Gauguin strebte nach persönlicher und künstlerischer Freiheit. Zunächst als Börsenmakler tätig, gab er diese vielversprechende Karriere mit 35 Jahren auf, um sich ganz der Malerei zu widmen. Abgestoßen von der westlichen Zivilisation war Gauguin stets auf der Suche nach dem Archaischen und Ursprünglichen. Im Jahre 1891 reiste er erstmals nach Tahiti in die Südsee, wo er sich vier Jahre später endgültig niederlassen würde und fortan von der exotischen Kultur faszinieren ließ.
Das Wuppertaler Stillleben zeigt einen Tisch mit weißem Tuch, dessen heller Untergrund in vielfältigen Rosa-, Blau- und Grüntönen schimmert. Umgeben von vereinzelten Blüten, liegen darauf rücklings exotische Vögel. Den Abschluss des Ensembles bildet die von Gauguin geschaffene, weibliche Kultfigur „Idol with Pearl“, ein kleines Götterbild im Stil der Südseeinsel. Tief in den dunklen Hintergrund getaucht, erscheint das Götterbild als Ruhe verheißendes Symbol der Ewigkeit im Gegensatz zu den schillernden und vergänglichen Dingen im Vordergrund
Das Neuartige des Bildes ist hier weniger das Motiv, sondern vielmehr die moderne kompositorische Gestaltung. Durch die ungewöhnliche Perspektive des Tisches lösen sich die wenigen Linien von der exakten Tiefenraumdarstellung und streben eine spannungsreiche Flächengliederung an. So können besonders graphische und farbliche Werte in den Vordergrund drängen.
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Signatur, Bezeichnung
u. l.: Paul Gauguin 1902
Reproduktion und Creditline
Creditline
Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal
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