Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 130 cm B: 99,5 cm
Datierung
Inventarnummer
G 0852
Willi Baumeister (1889 – 1955), Schüler von Adolf Hölzel, orientierte sich in den zwanziger Jahren am französischen Kubismus und Purismus. 1931 wurde er Mitglied der Pariser Künstler:innenvereinigung „Abstraction-Création“. 1933 verlor er sein Amt als Lehrer für Typographie an der Frankfurter Städelschule und erhielt als „entarteter Künstler“ Malverbot. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er zusammen mit Oskar Schlemmer und Franz Krause in der Wuppertaler Lackfabrik von Kurt Herberts. Durch den Nationalsozialismus in die Isolation gezwungen, galt sein Interesse in dieser Zeit den Themen und Formen früher Kulturen. Inspiriert von Kalligraphien und Hieroglyphen, erfand er damals allgemeinverständliche Bildzeichen für die menschliche Figur, für die Urkräfte der Natur, für Bewegung und Wachstum des Lebendigen. Das Bild „Aru 7“ ist Teil einer Serie, die Mitte der fünfziger Jahre kurz vor seinem Tod entstand. Seit seinen frühen „Mauerbildern“, Reliefs mit geometrischen Figuren, malte Baumeister Bildserien, denen er Phantasienamen gab. In seinen letzten Lebensjahren fand er mit den großformatigen Aru-Flächenformen zu einer monumentalen Ruhe: Die Farbe Schwarz spielte eine zunehmend wichtige Rolle. Durch lebhafte leuchtende Farbformen an den Rändern wird die magische Wirkung betont. Die Aru-Figuren, deren Umrisslinien vom Künstler zufällig gefunden und zur individuellen Gestalt ausgearbeitet wurden, sind in ihrer eigenen Welt Figuren eigenen Rechts.
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Signatur, Bezeichnung
u. r.: Baumeister 2.55
a. d. RS: ARU 7 130x100 1955 Baumeister
Bildrechte
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Erwerbungsgeschichte

[...]-1956: Galerie Ferdinand Möller, Köln | 1956-heute: Städtisches Museum; seit 1961: Von der Heydt-Museum, Wuppertal; Ankauf von der Galerie Ferdinand Möller, Köln, 1956 (Stand: 17.01.2023)

Reproduktion und Creditline
Creditline
Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal