Material und Technik
Abmessungen
Motivmaß H: 100 cm B: 76 cm
Datierung
Inventarnummer
G 0098
Dieses Gemälde ist eines der ersten Bildnisse von Anna Risi, genannt Nanna, der Muse und Geliebten Anselm Feuerbachs (1829-1880) in Rom. Die klassische Pose, die schlichte weiße Bluse und die strenge Profilansicht verleihen dem Porträt eine lebensferne Unnahbarkeit. Dies unterstreicht auch der das Ovalbildnis rahmende Blumenkranz, den Feuerbach möglicherweise in Anlehnung an das Gemeinschaftswerk „Madonna im Blumenkranz“ von Jan Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens in der Alten Pinakothek schuf. Anna Risi war die Frau eines einfachen Schusters in Trastevere. Für den Maler war die Begegnung mit ihr eine schicksalhafte Fügung, sah er doch in der jungen Frau sein Ideal von klassischer Schönheit verwirklicht. Sie wurde sein wichtigstes Modell und saß ihm für eine Madonna, eine erste „Iphigenie“ und die erste Fassung des „Gastmahls“ Modell, ebenso für eine Reihe von Idealbildnissen im Kostüm des Cinquecento. Die Beziehung dauerte nur fünf Jahre und endete tragisch für Feuerbach, als Nanna ihn wegen eines reichen Engländers verließ. Die Zeit mit der schönen Römerin markiert den Beginn der klassischen Phase im Werk des Künstlers.
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Signatur, Bezeichnung
u. l.: AF. (zusammengezogen)
Erwerbungsgeschichte

[...]-1907: Julius (1855-1916) und Ida Schmits (1861-1954), Elberfeld I 1907-heute: Städtisches Museum, Elberfeld; seit 1961: Von der Heydt-Museum, Wuppertal; Schenkung von Julius und Ida Schmits (Stand: 16.12.2022)

Reproduktion und Creditline
Creditline
Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal